Düsseldorfer Erklärung
Initiative ganzheitliche Gesundheitspolitik
I.
PRÄAMBEL
Die sich verändernden Lebens-, Arbeits- und Freizeitbedingungen haben entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit. Die Art und Weise, wie eine Gesellschaft die Arbeit, die Arbeitsbedingungen und die Freizeit organisiert, sollte eine Quelle der Gesundheit und nicht der Krankheit sein. Gesundheitsförderung schafft sichere, anregende, befriedigende und angenehme Arbeits - und Lebensbedingungen. Eine systematische Erfassung der gesundheitlichen Folgen unserer sich rasch wandelnden Umwelt - insbesondere in den Bereichen Technologie, Arbeitswelt, Energieproduktion und Stadtentwicklung - ist von essentieller Bedeutung und erfordert aktives Handeln zugunsten der Sicherstellung eines positiven Einflusses auf die Gesundheit der Öffentlichkeit. Jede Strategie zur Gesundheitsförderung muss den Schutz der natürlichen und sozialen Umwelt sowie die Erhaltung der vorhandenen natürlichen Ressourcen mit zu ihrem Thema machen.
(Ottawa-Charta 1986)
II.
Gesundheitsvorsorge muss sowohl in eigener als auch in sozialer Verantwortung liegen. Das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger ist für ihre Gesundheit ebenso wichtig wie die Verhältnisse unter denen sie leben. Soziale Ausgrenzung und Armut sind heute bedeutsame Gesundheitsgefahren. Deshalb sind soziale Integration, Chancengleicheit, Bildung, gesunde, unbelastete Nahrung und berufliche Teilhabe von entscheidender Bedeutung.
Moderne Gesundheitsversorgung muss den Menschen als Individuum anerkennen, vernetzt und über Finanzierungsgrenzen hinweg arbeiten. Berufsständische Rivalitäten sollen durch interdisziplinäre Teams abgelöst werden und regionale Versorgungsnetze sollen die Aufgabe der Gesundheitsförderung in den Städten und Dörfern übernehmen. Der zentrale Ort für die Entwicklung gesunder Lebensräume ist die Kommune. Ziel örtlicher Gesundheitspolitik muss es sein, eine gemeindenahe, leicht zugängliche, gute und vernetzte Versorgung aller Bevölkerungsgruppen in allen Regionen sicherzustellen. Der Mensch soll dabei ganzheitlich betrachtet werden, damit Ursachen behoben statt nur Syptome bekämpft werden.
Integrative Medizin zum Wohle der Bevölkerung muss gleichberechtigt auf naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und Erfahrungsmedizin basieren. Methoden- und Therapievielfalt müssen dabei berücksichtigt werden. Dabei dürfen schulmedizinische Bewertungsverfahren nicht naturheilkundlichen Verfahren aufgezwungen werden, sondern es sollen eigene Wirksamkeitsnachweise erbracht werden. Es muss sichergestellt werden, dass auch finanziell nicht gut gestellte Bürger und Bürgerinnen in der Gesundheitsversorgung Zugang zu naturheilkundlichen Therapien und Arzneimitteln haben müssen.
Der Staat hat die Aufgabe die Rahmenbedingungen für Gesundheitserziehung, Prävention, Kuration, Rehabilitation. Pflege und Finanzierung zu gewährleisten ohne in die individuelle Behandlung einzugreifen. Die Institutionen wie Leistungserbringer, Krankenkassen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen sollen in diesem Rahmen Angebote vorhalten. Die informierte Patientin und der informierte Patient müssen sich frei entscheiden können. Die Bürgerinnen und Bürger stehen im Mittelpunkt der Rahmenbedingungen und die Angebote der Institutionen richten sich ausschließlich an den Bedürfnissen der Versicherten aus. Patientenorientierte Anreize fördern dabei Gesundheitsvorsorge und -versorgung.
Der Staat muss bei den Ausbildungsgängen in den Gesundheitsberufen sicherstellen, dass die Kompetenzen und das Wissen zu ganzheitlichen Ansätzen vermittelt werden. Naturheilkunde und Komplementärmedizin müssen Eingang in alle schulmedizinischen Ausbildungsgänge finden. Forschungsgelder müssen verstärkt auch für komplementärmedizinische Bereich eingesetzt werden.
Diese Erklärung wird getragen von
Dr. Barbara Steffens MdL NRW (Bündnis90/Die Grünen)
Heike Gebhard MdL NRW (SPD)
Peter Abels, European Federation for Naturopathy e.V. und Kooperation Deutscher Heilpraktikerverbände e.V.
Dr. med. Ellis Huber
Peter Hansen Volkmann, Arzt
Waldemar Radtke, Mitarbeiter einer Krankenversicherung
Armin Jacoby, Fa Heel
Axel Grieben, H.K.P. Pharma
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