Newsletter: Echte Smileys statt Schummel-Smileys: Jetzt Druck machen!
Hallo und guten Tag,
20.09.2010
seit fünf Jahren bereits fordert foodwatch, dass die Ergebnisse aller Lebensmittelkontrollen öffentlich werden. So, wie es Dänemark mit seinem Smiley-System vormacht: Hier erfährt jeder Kunde in einem Supermarkt oder Restaurant ausführlich per Aushang, wie die jüngsten Kontrollen verlaufen sind. Eines von vier Smiley-Symbolen zeigt zudem auf einen Blick, ob alles in Ordnung war oder ob es Beanstandungen gab. Endlich beschäftigt sich auch in Deutschland die Politik mit diesem Modell. Ende vergangener Woche waren die Smileys das Top-Thema bei der Konferenz der Verbraucherminister von Bund und Ländern. Ergebnis: Alle Minister sprachen sich für mehr Transparenz bei den Lebensmittelkontrollen aus. Eine Arbeitsgruppe soll die Einführung eines Smiley-Systems bis Ende des Jahres prüfen.
Das klingt besser als es ist – doch bisher ist noch nichts entschieden. Von allen Seiten werden abgeschwächte Modelle in die Diskussion gebracht, nach denen zum Beispiel nur gute Bewertungen publik würden, nur Gaststätten gekennzeichnet werden sollen oder die Betriebe selbst entscheiden könnten, ob ihre Kontrollergebnisse veröffentlicht werden oder nicht. Einige Politiker verlangen, ein Modell zur Kennzeichnung der Betriebe nur im Einklang mit den Wirtschaftsverbänden zu entwickeln. Eine absurde Idee, schließlich sollen die amtlichen Lebensmittelkontrollen nicht schmuddelige Betriebe vor den Verbrauchern, sondern die Verbraucher vor Schmuddelküchen schützen. Und der Dehoga, der Verband des Hotel- und Gaststättengewerbes, läuft Sturm gegen das Smiley-System: „Wenn die Küche stinkt, dann brauche ich kein Smiley, dann komme ich nicht wieder“, sagte ein sächsischer Dehoga-Funktionär lapidar. Als ob die Verbraucher die Küchen von Gaststätten einfach so inspizieren könnten.
Das dänische Modell ist ein Musterbeispiel an Transparenz: Hier werden alle Kontrollergebnisse aller Lebensmittelbetriebe veröffentlicht. Diese sind verpflichtet, selbst einen gut sichtbaren Aushang vorzunehmen. So können Verbraucher wirklich zwischen den Guten und den Schlechten unterscheiden. Das dänische System muss 1:1 auch in Deutschland eingeführt werden! Das wäre überfällig, schließlich wird hierzulande Jahr für Jahr jeder vierte kontrollierte Betrieb auch beanstandet. Die große Gefahr ist: Trotz wolkiger Ankündigungen der Verbraucherminister könnte das dänische System verwässert und durch zahlreiche Ausnahmen wirkungslos gemacht werden. Die Politiker lassen sich von Dehoga & Co. massiv unter Druck setzen - die Verbraucher müssen jetzt dagegen halten! Bitte helfen Sie mit - unterzeichnen Sie unsere E-Mail-Aktion für ein „echtes“ Smiley-System unter folgendem Link:
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