Sonntag, 28. November 2010

Plattform für Demokratie - Wie geht es weiter?

Liebe FreundInnen,

als wir vor 2 Jahren die Plattform gegründet haben, gab es nach der intensiven Diskussion heiße Debatten um Konzepte (z, B. die Diskussion über Hamer). Ich erinnere mich sehr wohl, wie sich einige beschwerten, dass ihre Emailfächer überlaufen würden. Es gab auch über evtl.. Lösungsmöglichkeiten heiße Diskussionen. Letztere endeten allerdings im Verbleib des status quo, weil alle anderen Lösungen Geld gekostet hätten.

Die Entwicklungen im Internet sind allerdings rasant. Es gab dann die Möglichkeit, kostenfreie Blogs zu erstellen. Das habe ich eine Zeit lang probeweise für meine Praxis genutzt und da lief es ganz gut. Daraufhin habe ich mich entschlossen, auch solch einen Blog für uns zu erstellen. Ich denke, mir auch Mühe gegeben zu haben, dass er einigermassen aussieht. Ein Blog hat den unschätzbaren Vorteil, dass dort jeder einen Betrag schrieben kann und unter jedem Beitrag gibt es ein Kommentarkästchen, in dem man seine Meinung reinschreiben kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass dadurch die Email-Box nicht belastet wird. Und ein dritter Vorteil ergibt sich daraus: Ich gcke rein, wenn ich Lust und Zeit habe.

Den Blog gibt es jetzt ein knappes Jahr. Darin „blaugemacht“ newsletter“ von Greenpeace oder Attac oder oder abzuladen, ist teilweise ein sehr mühseliges zeitaufwendiges Unterfangen, das ich auch rein zeitlich nicht mehr schaffe. Ich muss allerdings auch die Frage aufwerfen: Wozu auch? Wir sind jetzt 22 Mitglieder. Davon haben sich 8 (in Worten „acht“) Mitglieder den Block angesehen,d. h., ⅓. Anders herum gesagt, ⅔ sind daran offensichtlich völlig uninteressiert.

Diskussionen unter uns finden seit Monaten nicht mehr statt. Ab und an bekomme ich mal was zugeschickt, wobei ab und an schon übertrieben ist, seltenst wäre treffender.

Somit ist für mich die Frage auf der Tagesordnung: Was machen wir mit dem Blog, ja, was machen wir mit der Plattform? Ich bin zeitlich nicht mehr in der Lage, die Plattform als Ein-Mann-Betrieb aufrecht zu erhalten. Aus versciedenen Gründen halte ich die Plattform nach wie vor für sinnvoll, weil es mir darum geht, etwas autonomes gegen die etablierten Organisationen und erst recht gegen die etablierten Parteien in der Hand zu haben, was gegenüber den politischen Eintagsfliegen wie Stuttgart 21 oder Fehmarn-Belt-Querung (übrigens ein Projekt, was ich ausdrücklich begrüße, obwohl ich in diesem Bundesland lebe) Bestand hat. Diese Gruppierungen hängen sich meiner Ansicht nach mit partikularistischen Einzelinteressen oft nach dem St. Florians-Prinzip an einem Thema auf und wenn‘s durch ist, so oder so, sind sie weg. Das sind übrigens oft auch Orte,wo „links“ und „rechts“ auf einmal geeint Seite an Seite stehen. Es graust mich davor.

Der langen Rede kurzer Sinn: Machen wir weiter und wenn ja, wie?

Ich freue mich schon darauf, geballt Eure Meinung zu hören, geballt Widerspruch zu hören.

Einen schönen 1. Adventsnachmittag wünscht Euch

Herbert

(singt aber nicht das Lied: „Advent, Advent, ein Kaufhaus brennt, erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür“ - dieses Lied ist ca. 30 Jhre alt und nicht mehr zeitgemäß. Auch die deutsche Version von „Jingle bells“ = je süßer die Kassen sie klingeln“, gesungen vom Chor des Deutschen Einzelhandelsverbands, finde ich unpassend).

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